Einst waren sie eine wahre Rarität und galten als Luxussymbol. Archäologen fanden die ersten Kopfstützen u.a. in Grabmälern der Pharaonen. Deshalb wissen wir, dass sie am häufigsten aus Holz waren und dem Schutz des Kopfes vor Insekten dienten. Heutzutage erfüllen Kissen auch eine gesundheitsfördernde Funktion: Sie stützen den oberen Teil der Wirbelsäule, den Hals und Kopf. Holz wurde durch eine Füllung aus Daunen, Federn, Wolle oder Leinen ersetzt, aber auch das ändert sich. Immer häufiger werden synthetische Kissen aus Latex oder thermoelastischem Schaum gewählt. Warum? Weil auch eine präzise und aus hochqualitativen Stoffen hergestellte natürliche Füllung mit der Zeit ihre ursprüngliche Form verliert. Und solche Kissen können die Wirbelsäule nicht mehr entsprechend stützen. Kunststofffüllungen sind deutlich robuster und ein Kissen kann viele Jahre lang benutzt werden. Es wird zwischen zwei Arten von Kunststoffkissen unterschieden: Kissen aus Latex und aus thermoelastischem Kunststoff. Den Hauptvorteil von Latexkissen bildet die Anpassung an die Kopfform und die Luftdurchlässigkeit. Sie wird durch vertikale Luftkanäle gewährleistet. Dadurch schwitzt der Benutzer des Kissens nicht und wird vor der Entwicklung von Bakterien geschützt. Demgegenüber werden Kissen aus thermoelastischem Schaum „maßgeschneidert“, d.h. sie garantieren eine ideale Anpassung; der Schaum wird unter dem Einfluss der Körpertemperatur weicher. Wird er hingegen nicht benutzt, so kehrt er zu seiner ursprünglichen Form zurück.